Schonfrist für DSGVO vorbei: Abmahnwelle beginnt und trifft vor allem kleine und mittelständische Unternehmen

Die DSGVO Abmahnwelle gegen kleine und mittelständische Unternehmen beginnt. Seit Mai 2018, dem Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung (kurz DSGVO) sorgten die Beschwerden gegen große Firmen wie Apple, Netflix, YouTube und co. für wenig aufsehen. Viele kleine und mittelständische Unternehmen glauben bei der DSGVO Abmahnwelle unter dem Radar zu fliegen und weder von Anwälten, noch von Konkurrenten überprüft zu werden. Dieser Gedanke klingt schön und beruhigend, doch entspricht nicht der Wahrheit.
Das Blatt hat sich gewendet: Das kleine Unternehmen Kolibri Image aus Hamburg hat nun ein Bußgeld von 5.000 € wegen des Vertrags zur Auftragsdatenverarbeitung verhängt bekommen.

Das Unternehmen bat im Mai 2018 um Unterstützung des hessischen Datenschutzbeauftragten, da sie Probleme mit dem Auftragsverarbeitungsvertrages eines beauftragten Dienstleisters hatten. Die Firma setze die unterstützenden Anweisungen der Behörde nicht um. Die zuständigen Beauftragten aus Hamburg sahen hierin einen Verstoß gegen Art. 28 Abs. 3 DSGVO.

Zitat aus dem Beitrag von TrustedShops.
DSGVO Abmahnung

Wenn es ein kleines Unternehmen wie Kolibri Image treffen kann, dann kann es auch Sie treffen! Sie nutzen Cookies von Drittanbietern? Sie laden Google Fonts auf Ihre Website oder haben eine Google Maps Karte eingebettet? Sie haben noch keinen Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung unterschrieben? Diese und viele weitere Punkte müssen nun überdacht und gegebenenfalls anders gelöst werden um eine datenschutzkonforme Website anbieten zu können. Gerade bei Produkten von Google ist Vorsicht geboten, denn das Laden von Google Fonts bedeutet, dass Ihre Besucher sich mit den Google Servern verbinden. Das wiederum bedeutet, dass Google die IP-Adresse des Besuchers bekommt und diese dann für Zwecke wie benutzerdefinierte Werbung auf Websites mit Google Adsense Flächen nutzt. Sie tragen also dazu bei, dass Google sich ein Bild der Interessen Ihrer Besucher durch Website-Besuche machen kann. Dabei gibt es auch eine viel einfachere Lösung, wenn man die modernen Google Fonts verwenden möchte: Google Fonts herunterladen, auf den eigenen Server hochladen und per CSS font-face Regeln einbinden.

Wir von WebdesignPresse haben uns sehr stark mit der Datenschutzgrundverordnung auseinandergesetzt und können Ihnen dabei behilflich sein Ihre Websites oder Onlineshops rechtssicher zu gestalten. Kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Analyse auf datenschutztechnische Probleme.

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